Wallfahrtskapelle St. Luzia
Die Luzia-Kapelle am Walbecker Markt wird bei der Aufzählung der zur Walbecker Pfarrkirche um 1500 gehörenden Kapellen noch nicht genannt; da zu dieser Zeit die Pfarrkirche noch selbst der heiligen Luzia geweiht war, muß die Kapelle erst nach 1500 errichtet worden sein. Dieser geschichtlichen Voraussetzung entspricht auch der baugeschichtliche Befund. Denkbar ist, daß der Stifter der Kapelle Otto Schenk von Nydeggen war, der von 1504 bis 1518 Amtmann bzw. Inhaber der Herrschaft Wachtendonk war, wo er an die Kirche eine ebenfalls der heiligen Luzia geweihte Kapelle anbaute; angeblich wird die Walbecker Kapelle „um 1516“ erstmals erwähnt, 1587 fand die Huldigung des Grundherrn der Herrlichkeit Walbeck angeblich „in der Lucien-Kapelle“ statt, tatsächlich wird die Kapelle in einem Visitationsbericht von 1667 erwähnt. Das Kirchlein war Wallfahrtskapelle, ein Gebetsheftchen zur heiligen Luzia ist für 1741 belegt; noch 1811 führte eine Bittprozession von Kevelaer nach Walbeck und noch kurz vor 1850 wurde für die Wallfahrer ein Andachtsbüchlein herausgegeben, das 1906 eine zweite Auflage erfuhr.
Quelle: „Die Denkmäler der Stadt Geldern“ von Stefan Frankewitz
dies sollte man sich anschauen:
- Ausmalung
- Fenster
- Altar
- Leuchter
- Weihwasserkessel
- Glocke
- Skulpturen:
Christophorus
Luzia
